Aktionen

Raus aus der Stube!

Stadtführungen in Stuttgart von Annik Aicher. Spazieren Sie auf Lebenslinien durch die Nachbarschaft und lassen Sie sich überraschen.

Berg Ochsen Neu

© Foto: Karl & Friedrich Schüle

„Schonet die Zugtiere, nehmet Vorspann!“ Stuttgart Berg vor 100 Jahren
Heute hat fast Jede/r ein Smartphone dabei für den schnellen Schnappschuss.
Doch vor rund 100 Jahren war das Fotografieren noch ziemlich aufwendig. Annik Aichers Urgroßonkel waren begeisterte Hobbyfotografen. Und lebten in Berg.
Wir folgen ihren Bild-Spuren durch den Stadtteil – und hören dabei kuriose Familien- und Stuttgartgeschichten.

Die nächsten Termine:
Frühjahr 2020, sonntags von 14.30 bis ca. 17 Uhr. Genaue Termine folgen.

Preis: 15 Euro pro Person.

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Teilnehmerzahl: bis 15 Personen, Teilnahme: Nur nach Voranmeldung per Mail unter post@mariesgutestube.de

Treffpunkt: U-Bahnstation Mineralbäder

Besonderheit: Gute Gehkondition erforderlich, nicht barrierefrei.

 

Traubenplätzle Sommer klein

© Foto: Annik Aicher


Grüner Westen – Von Heilpflanzen, Parks und Übermorgenmacher*innen
Im dichtbebauten Stuttgarter Westen gibt es viel Natur. Man muss nur wissen, wo! Bei der zweieinhalb stündigen Tour spazieren wir zu versteckten grünen Oasen, erfahren Spannendes über die Geschichte des Stuttgarter Westens und lernen kreative und engagierte Nachbarinnen und Nachbarn kennen. Und am Schluss gibt es noch einen Bio-Snack!

Die nächsten Termine:
Kleine Pause! Gerade bereiten wir das Dialekt-Spiel Schwäbischer Wortsalat vor.

Die nächsten Touren starten im Frühjahr 2020, freitags von 15.30 bis ca. 18 Uhr

Preis: 17 Euro pro Person, inkl. Bio-Snack

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Teilnehmerzahl: bis 15 Personen, Teilnahme: Nur nach Voranmeldung per Mail unter post@mariesgutestube.de

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt (in der Nähe der U-Bahn-Station Hölderlinplatz) wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Die Tour endet in der Nähe der S-Bahn-Station Schwabstraße. Es gibt die Möglichkeit, mit dem Bus 42 wieder zurück zur Rosenberg-/Johannesstraße zu fahren.

Besonderheit: Gute Gehkondition erforderlich, nicht barrierefrei.

Stadtführung im Stuttgarter Westen.

© Foto: Caroline Aicher

Stadtteil-Spaziergang „Die große Nachbarschaftsrunde“
Auf Lebenslinien durch die Nachbarschaft. Zu überraschenden Orten und packenden Geschichten. Rund um den Hölderlinplatz macht die Stuttgart-Autorin und Kunsthistorikerin Annik Aicher mit Menschen von früher und heute bekannt. Hier, im dichtbesiedelten Stuttgarter Westen, trafen Geschäftsfrauen auf Textilfabrikanten auf Künstlerinnen auf Schriftsteller auf Ladenbesitzer – und auf ein Herzensprojekt einer Königin. Mit dabei: ein Weinberg mitten an der Schwabstraße, eine sprechende Kaffeekanne, eine geheimnisvolle Duftspur und ein Zeitfenster in die Vergangenheit.
Gefördert vom Kulturamt Stuttgart

Die nächsten Termine:
Kleine Pause! Gerade bereiten wir das Dialekt-Spiel Schwäbischer Wortsalat vor.

Die nächsten Touren starten im Frühjahr 2020, freitags von 15.30 bis ca. 18 Uhr

Preis: 17 Euro pro Person, inkl. kleine Überraschung.

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Teilnehmerzahl: bis 15 Personen, Teilnahme: Nur nach Voranmeldung per Mail unter post@mariesgutestube.de

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt (in der Nähe der U-Bahn-Station Hölderlinplatz) wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Besonderheit: Gute Gehkondition erforderlich, nicht barrierefrei.

Für alle Führungen gilt: Teilnahme auf eigene Gefahr, jede Haftung ist ausgeschlossen.

Presse:

Sina Alonso Garcia hat im Stuttgarter Wochenblatt am 15. August 2018 einen schönen Artikel zur „Großen Nachbarschaftsrunde“ veröffentlicht.

Stutgarter Wochenblatt 15_8_18

 

© Fotos: Caroline Aicher, Rainer Wagner, Jutta Hoch

Stadtführung, die erste

Bei herrlichem Sonnenschein startete die Premierenführung am 18. Mai 2018. Mit gutgelaunten Teilnehmer/innen und vielen schöne Entdeckungen.

Ein Artikel über diese Führung ist am 23. Mai 2018 in der in der Stuttgarter Zeitung erschienen: Artikel StZ.

Leider wirbelte die Stuttgarter Zeitung in ihrer Printausgabe einige Fakten und Namen ziemlich durcheinander. Hier die korrekte Version: Bernhard Schreiber und sein Schwager Emil Levy waren Teilhaber der jüdischen Textilfabrik Mendel & Levy, die in der Lindenspürstraße 32 stand. Hedwig Schreiber, die mit Bernhard Schreiber in der Schwabstraße 126 lebte, war die Schwester von Emil Levy. Ein couragierter Lebensmittelhändler versorgte nicht die Familien Schreiber und Levy mit Essbarem nach Ladenschluss, sondern eine jüdische Familie, die in der Nachbarschaft lebte.

Jakob Christian Carl Wibel hat die knusprigen Wibele gebacken. Und der Konditor Murschel hatte eine angesagte Konditorei, die später zum Café wurde. Eigentlich sprangen auf seinen Torten auch keine blauen Delfine herum – aber wer weiß! Die Delfine hüpften dagegen in einem alten Konditoreibuch von 1872. Robert Bosch gründete mit Theodor Bäuerle die erste Volkshochschule, Geschäftssitz war die Villa Murschel, die Bosch gehörte. Ein prominenter Lehrer war 1929 der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf, der allerdings nicht in der Villa unterrichtete (da war ja nur der Geschäftssitz), sondern in einer der Stuttgarter Schulen.

Und die russischen Püppchen, bei der eine in der anderen steckt, heißen Matrjoschkas. Eine Babuschka ist eine Oma. Und die ist meistens nicht gefüllt mit anderen Großmüttern.

So, jetzt sind Namen und Tatsachen wieder an ihrem Platz. Am besten bei der Führung mitmachen – da gibt’s die richtigen Fakten!

© Fotos: Stephan Wimmer

Das Traubenplätzle und Maries gute Stube schaffen viel Raum für kreative Aktionen. Der Jazzchor Stuttgart hat dort schon beschwingt gesungen, die Performerin Natasha Lopez Fluxuskunst gezeigt, eine Offene Tafel die Nachbarschaft zusammengebracht. Maries gute Stube war eine Station bei den Hinterhof-Kunstführungen des Stadtteilfestes Westallee und hat Kunstwerke und neue Stadtteilgeschichten beim Aktionstag „Schätze des Westens“ ausgestellt.

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Fotos: © Annik Aicher