Aktionen

Raus aus der Stube!

Stadtführungen in Stuttgart von Annik Aicher. Spazieren Sie auf Lebenslinien durch die Nachbarschaft und lassen Sie sich überraschen! Gefördert vom Kulturamt Stuttgart.

© Fotos: Hans Jürgen Gräser, © Grafik: Annik Aicher

Sina Alonso Garcia hat im Stuttgarter Wochenblatt am 15. August 2018 einen schönen Artikel dazu veröffentlicht.

Stutgarter Wochenblatt 15_8_18

Die letzten Termine vor der Winterpause! Im Frühjahr geht es weiter: Im Westen, in Berg und in der Innenstadt.

Stadtteil-Spaziergang „Die große Nachbarschaftsrunde“ im Stuttgarter Westen

Freitag, 9. November, 15.30 bis ca. 18 Uhr
Freitag, 23. November, 15.30 bis ca. 18 Uhr

Preis: 15 Euro pro Person, inkl. Probiererle und Getränk

Dauer: ca. 2,5 Stunden, Teilnehmerzahl: bis 15 Personen

Teilnahme: Nur nach Voranmeldung per Mail unter post@mariesgutestube.de

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt (in der Nähe der U-Bahn-Station Hölderlinplatz) wird nach der Anmeldung bekannt gegeben

Besonderheit: Gute Gehkondition erforderlich, Wegstrecke ca. 2,4 km mit Steigungen und Treppen, nicht barrierefrei.

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Jede Haftung ist ausgeschlossen.

Individuelle Termine für bestehende Gruppen möglich!

Egal, ob Geburtstagsrunde, Familienfeier, Betriebsausflug, Vereinsevent oder Jahrgangstreffen: Buchen Sie unter post@mariesgutestube.de Ihren Wunschtermin!

Gruppenpreis für max. 15 Teilnehmer/innen: 225 Euro.
Leistungen: 2,5 Stunden Führung, Pobiererle, Getränk.

© Fotos: Caroline Aicher, Rainer Wagner, Jutta Hoch

Stadtführung, die erste

Bei herrlichem Sonnenschein startete die Premierenführung am 18. Mai 2018. Mit gutgelaunten Teilnehmer/innen und vielen schöne Entdeckungen.

Ein Artikel über diese Führung ist am 23. Mai 2018 in der in der Stuttgarter Zeitung erschienen: Artikel StZ.

Leider wirbelte die Stuttgarter Zeitung in ihrer Printausgabe einige Fakten und Namen ziemlich durcheinander. Hier die korrekte Version: Bernhard Schreiber und sein Schwager Emil Levy waren Teilhaber der jüdischen Textilfabrik Mendel & Levy, die in der Lindenspürstraße 32 stand. Hedwig Schreiber, die mit Bernhard Schreiber in der Schwabstraße 126 lebte, war die Schwester von Emil Levy. Ein couragierter Lebensmittelhändler versorgte nicht die Familien Schreiber und Levy mit Essbarem nach Ladenschluss, sondern eine jüdische Familie, die in der Nachbarschaft lebte.

Jakob Christian Carl Wibel hat die knusprigen Wibele gebacken. Und der Konditor Murschel hatte eine angesagte Konditorei, die später zum Café wurde. Eigentlich sprangen auf seinen Torten auch keine blauen Delfine herum – aber wer weiß! Die Delfine hüpften dagegen in einem alten Konditoreibuch von 1872. Robert Bosch gründete mit Theodor Bäuerle die erste Volkshochschule, Geschäftssitz war die Villa Murschel, die Bosch gehörte. Ein prominenter Lehrer war 1929 der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf, der allerdings nicht in der Villa unterrichtete (da war ja nur der Geschäftssitz), sondern in einer der Stuttgarter Schulen.

Und die russischen Püppchen, bei der eine in der anderen steckt, heißen Matrjoschkas. Eine Babuschka ist eine Oma. Und die ist meistens nicht gefüllt mit anderen Großmüttern.

So, jetzt sind Namen und Tatsachen wieder an ihrem Platz. Am besten bei der Führung mitmachen – da gibt’s die richtigen Fakten!

© Fotos: Stephan Wimmer

Das Traubenplätzle und Maries gute Stube schaffen viel Raum für kreative Aktionen. Der Jazzchor Stuttgart hat dort schon beschwingt gesungen, die Performerin Natasha Lopez Fluxuskunst gezeigt, eine Offene Tafel die Nachbarschaft zusammengebracht. Maries gute Stube war eine Station bei den Hinterhof-Kunstführungen des Stadtteilfestes Westallee und hat Kunstwerke und neue Stadtteilgeschichten beim Aktionstag „Schätze des Westens“ ausgestellt.

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Fotos: © Annik Aicher